Schaumwein

Frucht-Schaumwein aus traditioneller Flaschengärung

Im trockenen, sonnigen Jahr 2015 haben wir Anfang November noch hervorragend duftige Quitten geerntet. Eigentlich wollten wir daraus noch einen Quittenbrand machen. Wir haben einen Teil sehr schonend zu Saft gepresst und waren von der Dichte und vom Aroma des edlen Saftes begeistert. In dem Moment fassten wir spontan den Entschluss, daraus einen Quitten-Schaumwein zu machen. Natürlich in traditioneller Flaschengärung, handgerüttelt und von Hand degorgiert.

Es hat uns einiges an Mühe gekostet die Tannine, die mit diesem intensiven Aroma sozusagen als Paket mit kamen, zu bändigen. Wir haben ihnen beim Ausbau den Platz zukommen lassen, für den sie wichtig sind. Ein unaufdringliches aber kompaktes Gerüst, in dem das Quittenaroma ruht. Nur 400 Flaschen haben wir bekommen und sind hin und weg. Mit nur 7,5 % Alkohol ein Schaumwein, der auch zu einem Schluck mehr verführt.

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Als Heinz, einer unserer Freunde, davon erfuhr, dass wir einen Quitten-Schaumwein herzustellen wollten, war er sofort Feuer und Flamme. Na klar wollte er mitmachen. Er beschäftigt sich, so wie wir, seit Jahrzehnten mit Wein, und als er den noch frisch vergorenen Quittenwein gekostet hatte, war er begeistert. In vielen gemeinsamen Verkostungen legten wir den folgenden Ausbau des Quittenweins fest. Wie selbstverständlich krempelte er dann die Ärmel hoch und packte mit an.

Nach mindestens einem Jahr Reife auf der Hefe haben wir die Flaschen kontrolliert und von Hand gerüttelt. Anschließend haben wir sie degorgiert um die Hefe zu entfernen. Nachdem wir die  Dosage zugegeben haben, werden die Geschmacksrichtungen „brut“ und „trocken“ mit Naturkorken versehen, etikettiert und verpackt. Dann steht einem prickelnden Vergnügen nichts mehr im Weg.

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