Wir stehen für eine tierethisch orientierte ökologische Imkerei, welche die Integrität des Bienenvolkes bewahrt und seine Unversehrtheit über den Ertrag stellt.

Helga Pausch, Imkermeisterin

Die Grundlage unserer Arbeit mit unseren ca. 130 Bienenvölkern sind die Richtlinien des Bioland-Verbandes, bei dem wir seit 1996 zertifiziert sind. Darüber hinaus haben wir uns weitergehende Regeln im Umgang mit Bienen und in der Honigerzeugung auferlegt.

In unserem Kulturkreis haben sich im Laufe der Zeit grundlegende Regeln für den Umgang mit Wirbeltieren etabliert. Ob diese für einen würdigen Umgang mit Tieren ausreichend sind und überall beachtet werden, sei dahingestellt.

Für den Umgang mit Bienen als Nutztiere gibt es solche Regeln nicht einmal annähernd. Wir haben über die Jahre sehr weitgehende Handlungsmaximen entwickelt, mit denen wir den Eigenwert bzw. die Unversehrtheit der Bienen aus unserer Sicht bewahren. Wir nennen das “ethisch orientierte Imkerei”.
Wir freuen uns, dass seit 2020/21 auch der Bioland-Verband bei Bienen detaillierte Kriterien für das Tierwohl festgelegt hat, deren Einhaltung bei der jährlichen Kontrolle geprüft wird. Damit setzt der Bioland-Verband Maßstäbe.

Die Ertragsmaximierung oder weniger Aufwand kann dabei kein Argument sein, jede Maßnahme gut zu heißen. Ökologie sowie eine ethische und nachhaltige Wirtschaftsweise muss sich mit der Frage befassen, ob es akzeptabel ist auch den letzten Baum zu fällen, weil es betriebswirtschaftlich sinnvoll ist.

Oder für die Bienen gesprochen muss man sich fragen, ob es akzeptabel ist, die Integrität des Bienenvolkes zu zerstören oder willentlich in Kauf zu nehmen einzelne Bienen zu zerquetschen um Vorteile zu erlangen. Was bedeutet das für uns in der Praxis?
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Das Honigjahr beginnt im April mit einem bunten Potpourri aus Wiesenblumen, Löwenzahn, Schlehen, Obstblüten und Raps.
Im ausklingenden Frühling lockt der milde Nektar der Akazien. Beeren, Klee und Kornblumen krönen den Sommer mit ihren fruchtigen Nuancen. Sommer- und Winterlinden entfalten ihr typisches Minzaroma, während Tannen und Fichten die Würze des Waldes mit sich bringen. Kein Jahr ist wie das andere. In unseren Honigsorten spiegelt sich die natürliche Vielfalt.
Genießen Sie den Zauber der Jahreszeiten!

Ausgesuchte Bienenweide, akribische Trennung der Honigsorten, eine schonende Gewinnung und sorgsame Abfüllung ins Glas garantieren die “Bienenhof Pausch” Honig-Qualität

Für das feine Aroma schleudern wir nur aus hellgelben unbebrüteten Waben. Bis zur Abfüllung ins Glas wird der Honig nicht erhitzt, so dass seine wertvollen Inhaltsstoffe und Enzyme erhalten bleiben.

Waben, in denen die Bienen auch schon einmal Brut herangezogen haben, sind in den Zellen mit einem Kokon ausgekleidet. Das ist eine feine papierartige Schicht, ähnlich einer Tapete. Wird darin Honig gelagert, so reift dieser nicht am aromatischen Bienenwachs sondern innerhalb dieser Tapete. Ein kleines, aber feines Detail für aromatischen Honig.
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Unsere Honige

Wir sind mit unseren Bienen 20 Jahre lang in unterschiedliche Gegenden Deutschlands gewandert um Honigsorten zu ernten, die es bei uns in der Hallertau in Oberbayern nicht gibt. So z.B. Akazienhonig, Tannenhonig, Lindenhonig oder Edelkastanienhonig.
Seit 2019 bleiben wir mit unseren Bienen zu Hause und ernten ausschließlich Honigsorten, die die Natur rund um unseren Bienenhof bietet. Diese sind je nach Jahr, Blütenhonig, Sommertracht, Wald & Blütenhonig und Waldhonig.
Wir haben das Wandern eingestellt, da wir zum Einen nur noch 130 Bienenvölker (statt früher schon mal 300) betreuen und zum Anderen, weil wir es mit zunehmendem Alter sehr beschwerlich finden, uns im LKW die Nächte um die Ohren zu schlagen. Nachts wandern ist sehr gut für die Bienen, aber eben beschwerlich für den Imker. Dazu stellen sich bei einer kleineren Anzahl von Bienenvölkern aber auch ökologische Fragen . Der Treibstoffaufwand bleibt der selbe, aber die geerntete Honigmenge wird sehr viel kleiner. Damit steckt eben viel mehr Diesel in einem Glas Honig als früher.
Für uns waren das die Gründe, unsere Bienenhaltung auf die Region zu beschränken. Um unseren Kunden trotzdem ein breiteres Sortiment an hervorragendem Honig anbieten zu können, nutzen wir unsere langjährige Erfahrung und guten Beziehungen. Wir beziehen ausgesuchten Honig von uns gut bekannten Bioland-Imkern.

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Blütenhonig

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Akazienhonig

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Lindenhonig

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Sommertracht

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Edelkastanienhonig

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Waldhonig

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Das Gesetz fordert, dass in einem Umkreis von 3 km im Wesentlichen ökologische Kulturen, Wildpflanzen oder Kulturen bestehen, die nach Methoden mit geringer Umweltauswirkung behandelt werden.
Viele Honigsorten wie z.B. von Linde, Akazie, Edelkastanie, Waldhonig, etc. stammen von Pflanzen, die als Wildpflanzen gelten. In einer weitergehenden Sorgfalt achten wir darauf, dass wir Bienen nicht in die Nähe von Rapsfeldern stellen, die in die Blüte gespritzt werden.
Die Bioand Imkerei schränkt die Anwendung von Medikamenten ein, hat Vorgaben zu Bienenwohnungen, regelt die Reinheit des Wachses sowie die Fütterung der Bienen und hat Qualitätsvorgaben zu Honig. All das wird jährlich kontrolliert. Weiterlesen…

Was heisst Ökologische Imkerei? Bienen fliegen doch überall hin, oder nicht? Der Imker kann ihren Flug nur begrenzt beeinflussen. Entscheidend für die ökologische Qualität ist die Betriebsweise des Imkers. Dies betrifft Medikamente, Hilfsstoffe, Futter, Wachs und Bienenwohnungen.  Dinge die der Imker direkt in der Hand hat.

Bienen haben die Menschen schon seit Jahrtausenden in ihren Bann gezogen. Mit ihrer Bestäubungsleistung sind sie extrem wichtig für die Natur und sie sind erstaunlich intelligent. Trotzdem waren Bienen wohl noch nie so gefährdet wie heute.

Intelligenz ist keine Frage der Größe. Die Bienen besitzen gerade mal ein 1 Kubikmillimeter kleines Gehirn, das phantastische Lern- und Entscheidungsfähigkeiten ermöglicht. Dieses dicht gepackte Gehirn hat enorme Fähigkeiten, die Umwelt wahrzunehmen und das Leben der Bienen als Einzelwesen, aber auch als soziales Wesen, aktiv zu gestalten.
Das Labor für theoretische und angewandte Wirtschaft des wissenschaftlichen Forschungszentrums CNRS in Montpellier beziffert die Wertschöpfung der Bienen auf etwa 200 Milliarden Euro jährlich. Und doch sind die Bienen bedroht wie wohl kaum zuvor. Insektizide der konventionellen Landwirtschaft, mit Herbiziden behandelte Monokulturen und auch die aus Asien eingschleppte Varroamilbe bedrohen sie existenziell. Mehr über Bienen…